Im dritten und letzten Teil unserer Blog-Serie wird es endlich konkret. Du weisst jetzt, wie die Wirtschaft funktioniert und du weisst auch, das Konsum nicht automatisch glücklich macht. Jetzt kannst du Schritt für Schritt dein Konsumverhalten ändern.

Tipp 1: Verpackungsfrei einkaufen

Wie du möglichst wenig Abfall produzieren kannst, siehst du im Film «The Clean Bin Project». Er begleitet ein Ehepaar, welches ein Jahr lang möglichst wenig Abfall zu produzieren will. Damit es interessanter wird, machen die beiden daraus einen Wettbewerb: Wer am Ende des Jahres weniger Abfall produziert hat, hat gewonnen. Der Film dokumentiert ihren Weg; wie sie ihren Konsum in kurzer Zeit umstellen und was sie dabei erleben. Erfolge, Schwierigkeiten, Konflikte und Einsichten – es kommt alles zur Sprache, nah und echt.

Jen und Grant vergleichen am Ende des Jahren ihren Abfall.

Um im eigenen Leben möglichst wenig Abfall zu produzieren, muss jede und jeder den für sich richtigen Weg finden. Die einen brauchen die totale Umstellung und den Wettbewerbs-Charakter wie die Protagonisten im Film, andere gehen schrittweise vor und integrieren eine Massnahme nach der anderen in ihr Leben. Finde den Weg, der für dich passt und lege los. Das Schöne daran: Einkaufen, ohne Müll zu verursachen, ist in der Schweiz möglich und wird immer einfacher. Zum Beispiel Samstag auf dem Markt. Und in vielen Städten gibt es Unverpackt-Läden, die häufig auch Workshops anbieten und andere Events durchführen, an denen du mehr über das verpackungsfreie Leben erfahren kannst.

Tipp 2: Entrümpeln

Die Minimalisten haben zwei einfache Rezepte, wie du deinen Besitz entrümpeln kannst. Die «30-Tage-Minimalismus-Challenge» und die «Packing Party». Die Challenge dauert einen Monat und funktioniert so: am ersten Tag des Monats trennst du dich von einem Gegenstand. Am zweiten Tag von zwei, am dritten Tag von drei – bis du wirklich nur noch das besitzt, was dein Leben bereichert. Schaffst du es, die 30 Tage durchzuhalten?

Die Party dauert drei Wochen und beginnt damit, dass du deinen ganzen Besitz in Kisten verpackst. So, wie wenn du umziehen würdest. Während der folgenden drei Wochen packst du immer nur das aus, was du brauchst. Was nach diesen drei Wochen noch in den Kisten liegt, kommt weg.

Und, das versteht sich von selber: Alles, was du beim Entrümpeln nicht mehr brauchst, kommt nicht einfach auf den Müll, sondern wird rezykliert, verschenkt, gespendet oder verkauft.

Tipp 3: Engagement

Jeder deiner Kassenzettel ist auch ein Stimmzettel, mit dem du mitbestimmst, wie sich unsere Gesellschaft und Wirtschaft entwickelt. Nutze also deine Stimme, werde aktiv und lass dich dabei von den «Two Raging Grannies» inspirieren. Sie beweisen, dass Alter nicht vor Aktivismus schützt und dass Wirtschaftswachstum nicht die Lösung, sondern das Problem ist. Ein kleines Film-Juwel, welches mit ruhigen Bildern und tragikomischen Szenen das Herz berührt.

Das ist aber erst der Anfang. Es gibt noch viel mehr, das du tun kannst. Du kannst zum Beispiel…

  • …bei einem ein Permakultur- oder Gemeinschaftsgarten-Projekt mitmachen (schaue dazu die Filme «Inhabit» und «Growing Cities»),
  • dich für velofreundlichere Städte engagieren (schaue dazu den Film «Bikes vs. Cars»)
  • und dich von Projekten und Ideen, wie sie im Film «Tomorrow» vorgestellt werden, mitreissen lassen.

Folge unserem Magazin und lass dich weiterhin inspirieren auf deinem Weg in Richtung Nachhaltigkeit.

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