Filmtipp Racing Extinction

In 100 Jahren könnten 50 Prozent aller Tierarten ausgestorben sein, wenn die Menschheit nicht beginnt, radikal umzudenken. Denn viele Tiere sind durch direkte menschliche Einflüsse, wie die Überfischung und Lebensraumzerstörung, vom Aussterben bedroht. Und auch indirekte Einflüsse wie der Klimawandel und die globale Erwärmung stellen eine Gefahr für das Überleben dar. Wie gehen wir damit um? Und haben wir überhaupt eine Chance, dies noch zu ändern?

Oft wird gedacht, was kann ein einzelner Mensch schon gegen das Artensterben ausrichten?
Sehr viel, wie der Film „Racing Extinction“ bildgewaltig und eindrücklich mit vielen interessanten Fakten und Hintergründen zu diesem Thema belegt. Der Regisseur Louie Psihoyos und sein Team aus Umweltaktivisten begeben sich auf eine teilweise gefährliche Reise, um das verborgene Artensterben für alle sicht- und greifbar zu machen.

Mit versteckter Kamera fängt die Crew noch nie zuvor gezeigte Bilder ein. So zum Beispiel beim Besuch eines Haifischflossenhändlers. Der Handel mit Haifischflossen ist in Asien weit verbreitet, etwa 250.000 Haie werden deshalb täglich für den Flossenhandel gefangen und getötet – kein Wunder also, dass sich der Bestand dieser uralten Tierart inzwischen um 90 Prozent verringert hat.

Steigt die globale Temperatur um sechs Grad an, führt das zu einem Massensterben in den Ozeanen. Doch wenn jeder Amerikaner ein Jahr lang einen Tag in der Woche auf Fleisch und Käse verzichten würde, würde das einen Unterschied ausmachen, als wären 7,6 Millionen Autos weniger auf den Strassen fahren. Dies alles zeigt, wir Menschen haben es in der Hand etwas zu verändern, wir müssen nur damit anfangen.

Vier Jahre haben Psihoyos und sein Filmteam an der Doku gearbeitet. Den Abschluss der Dreharbeiten bildet ein einzigartiges, bildgewaltiges Projekt. Die Crew macht die bedrohten Tierarten für alle sichtbar indem sie überdimensionale Aufnahmen der Tiere auf Hochhäuser und Wahrzeichen in verschiedenen Städten projiziert und somit tausenden von Menschen berührt.

Der Film wird als exklusive Premiere am Filme für die Erde Festival am Freitag, 23. September 2016 gezeigt. Vor dem Film wird ein 20-minütiges Podium das Thema Artensterben in der Schweiz thematisieren und diese drei Experten sind dazu eingeladen: Dr. Alex Rübel (Zoodirektor, Zoo Zürich), Philippe Ammann (Pro Specie Rara) und Andreas Hasler (Pro Natura).

Komm vorbei und schau dir diesen bildgewaltigen Streifen gemeinsam mit vielen Anderen am Festival an. Eintritt ist gratis.

Alle Infos zum Festival und die 17 Städte >>> hier lang

 

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