Was ist der Wert der Natur? Nur solange der letzte Fisch nicht gefischt ist und die Bienen nach wie vor für Bestäubung sorgen, kann die Wirtschaft wachsen – das haben auch Unternehmen und Banken begriffen. Ein Film über das Geschäft mit dem Naturschutz.

Wer Profit machen will, braucht dafür Ressourcen. Damit diese nicht ungebremst zuneige gehen, boomt der Markt der Umweltengagements und ermöglicht es den Unternehmen, durch Ausgleichszahlungen ihren CO2-Ausstoss oder die Zerstörung von Landschaften zu rechtfertigen.

„Banking Nature“ zeigt auf, wie Umweltbanken mit diesem Geld Land kaufen, darauf Schutzgebiete errichten, bestimmte Tierarten schützen oder Bäume in Monokulturen aufforsten. Dies nützt der Artenvielfalt aber keineswegs, ersetzt keinen Regenwald und nimmt Menschen die Existenzgrundlage, die vorher auf diesem Land Ackerbau und Viehwirtschaft betrieben.

Jahr für Jahr geht ein Stück „Naturkapital“ verloren – hätten diese Ressourcen einen Preis, wäre dieser Verlust jährlich so gross wie der durch die Finanzkrise 2008. Ist es hilfreich, den ökonomischen Wert der Natur zu kennen, um uns ihrem Wert bewusst zu werden? Oder wird die Umwelt dadurch zum Spekulationsobjekt? Kann wirtschaftliches Wachstum tatsächlich mit dem Schutz der Natur vereinbart werden? Diesen Fragen geht „Banking Nature“ im Gespräch mit Wirtschaftswissenschaftler sowie Vertretern von Banken und Politik auf den Grund.

Banking Nature kann gratis hier angeschaut werden. Dieser Film sowie weitere Filme zu diesem Thema sind auf der Filmseite Multinationale Wirtschaft & Fairtrade aufgelistet.

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