Monsanto, mit Gift und Genen rollt das Thema genetische Verschmutzung neu auf. Monsanto ist zwar nicht die einzige Saatgut/Genetik-Firma, wir erinnern an die Schweizerische Syngenta und das deutsche Bayer, aber doch wohl die aggressivste und hat die französische Journalistin Marie Monique Robin zu einem kritische Firmenportrait angeregt.

Monsanto vermarktet 90% der gentechnisch veränderten Organismen, hat bereits riesigen Einfluss auf die globale Nahrungsmittelherstellung und will nun von den USA ausgehend die genetisch modifizierte Fleischproduktion propagieren. Der Druck auf die EU ist gigantisch.

Nicht dass diese Organismen wirklich effizienter wären oder weniger Chemie benötigen würden, aber sie lassen sich patentieren und lassen so die Kontrolle von Nahrungsmittelanbau zu. Das ganze hat nicht nur wirtschaftlich und sozial unvertretbare Konsequenzen, sondern auch für die Umwelt. Genetisch modifierte Arten kreuzen sich mit indigenen und sind oft dominanter. Im Film werden ungewollte, missgebildete Kreuzungen von Maispflanzen aus Mexiko gezeigt (Bestäubung durch Wind). Genetische Verschmutzung ist heimtückischer als chemische: Modifizierte Arten können sich fortpflanzen und ursprüngliche DNA für immer zerstören. Ich sag nur: Biolandwirtschaft und Fairtrade!

Website von Arte zum Film | DVD | Interviews mit Marie Monique Robin | Fluoriszierende Schweine, Hasen, Affen und Fische | Weitere Gen-Dokus, alle empfehlenswert: Tote Ernte | Leben ausser Kontrolle | Zukunft sähen

 

3 Responses

  1. angemerkt

    Der Film „Monsanto, mit Gift und Genen“ von Marie-Monique Robin, gezeigt auf Arte am 11. März 2008, hat viele Menschen zutiefst berührt wie auch erschrocken.

    So bezeichnend wie beispielhaft ist in diesem Zusammenhang, mit welchem Selbstverständnis sich das Unternehmen Monsanto im deutschen Markt bewegt:
    So schaltet das Unternehmen bei der Zeitschrift http://www.topagrar.com – das „Magazin für die moderne Landwirtschaft“ – in dessen Forum es an Kritik gegenüber dem Unternehmen nicht mangelt, am 24. 10. 2008 eine Anzeige mit folgendem Wortlaut:

    „Suchen Sie die Herausforderung im Bereich Corporate Communications – und damit meinen wir wirklich eine Herausforderung, denn es geht um kontrovers diskutierte Themen? Gut. Sie können ein Unternehmen in der Öffentlichkeit vertreten, das als eines der weltweit führenden im Agrarsektor unter anderem gentechnisch verbessertes Saatgut von Nutzpflanzen entwickelt? Besser. Sie wollen wissenschaftlich fundierte Potentiale der Grünen Gentechnik weit verbreitetem Halbwissen entgegensetzen und offensiv kommunizieren? Ausgezeichnet. Wir freuen uns, wenn Sie mit Ihren kommunikativen Stärken unser Unternehmen bereichern – als PR-Manager (m/w) mit Schwerpunkt Corporate Communications. Das ist Ihre Aufgabe: Seriöse Wissenschaftler, Agrarökonomen und Entwicklungsexperten sind sich einig: Gentechnisch verändertes Saatgut verbessert die Erträge und die Qualität der Agrarproduktion unter gleichzeitiger Schonung natürlicher Ressourcen. Genau dies ist die Kernaussage der Kommunikationsstrategie, an der Sie mitarbeiten und die Sie umsetzen – mit verschiedenen Kommunikationsmitteln, über unterschiedliche Medien. Darüber hinaus suchen Sie aktiv den Kontakt zu Meinungsführern und -multiplikatoren, informieren und diskutieren.
    Das bringen Sie mit: Ob Sie ein Studium der Kommunikations- oder Naturwissenschaften abgeschlossen haben, ist nicht entscheidend. Viel wichtiger ist uns, dass Sie journalistisch schreiben und unsere Themen überzeugend und mit viel Gespür vertreten können – auch gegen Widerstände.
    Sie bringen mindestens 3 Jahre Berufserfahrung mit und sind interessiert an politisch-wirtschaftlichen Zusammenhängen. Sie haben ein gutes Standing, sind selbstständiges Arbeiten gewohnt und offen für Neues. Wenn Sie darüber hinaus noch sehr gute Englischkenntnisse mitbringen, sollten wir uns kennen lernen. Und das bieten wir Ihnen: Ein hoch interessantes, sehr innovatives und internationales Umfeld. Die Freiheit, viel bewegen zu können und Themen in der Öffentlichkeit zu setzen. Hervorragende Perspektiven und persönliche/fachliche Weiterentwicklung. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung – am besten per E-Mail an: xxxxxxxxx
    Monsanto Agrar Deutschland GmbH“ – siehe http://www.topagrar.com/ads/1008monsanto.pdf

    Der Text spricht für sich…

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  2. admin

    Hallo “angemerkt”. Danke vielmals für den Kommentar. Ich habe den Link zum gratis-Download des Films aus Deinem Kommentar rausgelöscht, weil wir hier versuchen, im legalen Bereich zu bleiben. Ausserdem fliesst aus jeder verkaufter DVD ein Betrag an die Regisseurin selbst, mit welchem sie den nächsten Film finanzieren kann.. Wollen wir nicht noch die E-Mail-Adresse der Frau Bottenschein rausnehmen? Nicht dass ich ein Freund von Monsanto wäre, aber wenn sie über unseren Blog persönliche Angriffe bekommt, wär mir das auch nicht recht. Ich versuche Filme für die Erde ein integrierendes, zusammenbringendes Projekt werden zu lassen. Was meinst Du dazu?

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