Kulning“ (stammt von „Kuh-lock“, Swedisch für Kuhruf) ist eine vergessene Gesangsform, welche frühe Vikinger, meist Frauen oder junge Männer, in verschiedenen Teilen Skandinaviens entwickelt haben, um ihre Herdentiere von weit entfernten Weiden zurück nach Hause zu rufen oder sogar mit anderen Hirten zu kommunizieren. Die hohen Töne im Kulning sind kilometerweit zu hören.

Jonna Jinton demonstriert im obigen Video die Technik vor einer Kuhherde.

Das Internet munkelt auch, Hirtinnen hätten aus purer Freude im Wald gesungen (Bäume geben wunderbares Echo) und sogar wilde Tiere angezogen. Jede Hirtenfamilie habe ihre eigenen Kulning-Melodien gehabt, welche von den Tieren auch erkannt worden seien. Und man muss aber auch sagen, Kühe schätzen Musik überaus und können äusserst aufmerksam sein. Geh mal auf eine Weide und beginne zu singen.

Man vergegenwärtige sich den Kontrast dieses besonderen Zaubers mit der heutigen Technisierung mit Melkmaschinen, Grossställen und Gentech-„Optimierung“. Das hat mich bewogen, diesen kurzen Blog-Post zu schreiben. Klar, man sollte die harten Bedingungen damals nicht mystifizieren. Wir sind heute wohl effizienter und ertragreicher, aber das hat uns, wie mir scheint, auch etwas gekostet. Und vielleicht könnten wir in einer nachhaltigeren Zukunft wieder etwas davon zurückgewinnen.

Für Forscher: Youtube-Kommentatoren berichten von erstaunlichen Reaktion von Katzen auf Kulning. Probiers aus und schreib uns darüber oder lade Deinen ersten viralen Katzenzauber hoch.

Noch was 🙂 Zwei Musiker in einem kanadischen Wolfs-Schutzgebiet sammeln in einem gemeinsamen Song mit den Wölfen finanzielle Mittel, die der Park 2013 dringend benötigte.

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