“Was muss ich ändern, damit mein Lebensstil zukunftsfähig ist? Und worauf kann ich verzichten ohne Verlust an Lebensqualität?”. Das fragt sich die Filmemacherin Karin de Miguel Wessendorf. Der Film „Weniger ist mehr“ nimmt uns mit auf eine Reise zu der grossen Frage die uns alle beschäftigt – brauchen wir dieses ständige Wachstum?

Bisher hiess es immer: kein Wohlstand ohne Wachstum. Ein stetiges Wirtschaftswachstum gilt als Garantie für Arbeitsplätze und für die Lebensqualität der Bevölkerung. Doch Bevölkerungsexplosionen, Energiekrisen und die Umweltbelastung haben diesen Glauben erschüttert. Immer mehr Menschen gelangen zu der Überzeugung: grenzenloses Wachstum ist in einer Welt begrenzter Ressourcen nicht möglich.

Und erstaunlich ist doch, dass trotz der Steigerung des Bruttoinlandsproduktes, die persönliche Lebenszufriedenheit in den Industrieländern seit den 70er Jahren nicht mehr gewachsen ist. Kann es also sein, dass die Konsumgesellschaft das Versprechen vom Glück nicht hält? Was braucht man wirklich, um ein gutes Leben zu führen?

Viele Menschen haben realisiert, dass es an der Zeit ist, umzudenken und nach Alternativen zu suchen. Im Film kommen Menschen zu Wort, die mit eigenen Lebens- und Wirtschaftsmodellen den Weg in die Postwachstumsgesellschaft weisen. Reparieren statt neu kaufen, kürzere Arbeitszeiten, lokale Währung, Selbstversorgung, Tauschhandel, Gemeinschaftsgärten.

Passend zur Weihnachtszeit regt der Film an, sich zu überlegen, was wirklich wichtig ist im Leben und das auch in vielen Fällen Verzicht ein Gewinn an Lebensqualität sein kann.

Dieser Film sowie weitere Filme zu diesem Thema sind auf der Filmseite Konsum und Alternativen aufgelistet.

Die DVD des Films ist hier erhältlich.

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