Los geht's!

Der Klimazug hebt zwar nicht direkt ab. Allerdings hat dieses Startgefühl etwas Befreiendes. Fast wie im Flugzeug.

Mit im Zug dabei ist übrigens auch der Umweltminister der Schweiz, Moritz Leuenberger.


Prompt geht das Gejammer los. “Hin fährt er in diesem Extrazug, und zurück nimmt dann halt wieder den Flieger..” – Vor allem aus denselben Kreisen, die den Klimawandel noch immer als Hirngespinst einiger Verrückter abtun. Merkwürdigerweise auch von der Presse..

Attacken gewohnt

Es sind dann bestimmt die gleichen Leute die schimpfen, wenn Leuenberger an einer Kommissionssitzung fehlt. Aber der dienstälteste Schweizer Bundesrat ist sich solche Attacken gewohnt und nimmt es mit der gewohnten Gelassenheit.

Kritik an der Wahl des Zugs als Transportmittel

Gut zu wissen, dass dieser Vorstoss aus Kreisen der Car- und Lastwagen-Lobby kommt. Es wäre ökologischer gewesen, mit zwei Bussen nach Kopenhagen zu fahren. Und billiger.

Aha, da schnuppert der Hase also am Pfeffer. Die Camioneure rechnen; der Zug kostet CHF 65’000, zwei Cars hätten CHF 15’000 gekostet. Oder anders ausgedrückt: Die Strassenlobby hätte CHF 15’000 verdient. Wir sind ja nicht als Maginot-Linie des Umweltministers im Zug, aber diese Lanze musste gebrochen werden.

Von Hauptstadt zu Hauptstadt

Nun aber zurück zum Zug, der jetzt unterwegs ist. Von Hauptstadt zu Hauptstadt, von Bern nach Kopenhagen. Am Donnerstag werden über 110 Staatschefs in Kopenhagen zu den hoffentlich erfolgreichen Abschlussverhandlungen erwartet. Neben der Schweizer Delegation kommen weitere europäische Minister per Bahn, ein Zug ist sogar aus dem japanischen Kyoto unterwegs.

In den nächsten Stunden wartet ein intensives Programm auf uns. Die Lok wird getauft, der SBB-Chef Andreas Meyer hält eine Rede, Moritz Leuenberger spricht ein paar Worte und dann startet nicht nur der Zug endgültig sondern es gibt ein richtiges Bordprogramm. Aber das ist ja kein hübsches Ausflügli zum Relaxen, nei-nei, da wird gearbeitet. Verschiedene Workshops werden angeboten und wird tauchen jetzt mal in diese Atmosphäre ein und lassen Euch bald wieder wissen, wie es uns geht und was wir machen.

Dein Beitrag?

Brennt dich eine Frage, hast du eine Anregung oder ein spezieller Wunsch? Deine persönliche Botschaft erreicht uns jetzt, direkt und live im fahrenden Klimazug! Unter den Einsendungen verlosen wir eine DVD nach freier Wahl.  Einsendeschluss ist der 16. Dezember, 22:00 Uhr.

We’ll be back!

7 Responses

  1. Markus Sulzberger

    Man soll es doch so sehen: die Carbetreieber signalisieren eindeutiges Interesse Klimafreundlicher unterwegs zu sein. Und dagegen gibt es definitiv nichts auszusetzen! Die Technologie ist bereit, dass auch auf der Strasse der CO2 Ausstoss verrringert werden kann. Zudem markieren wir ein eindeutiges Signal gegen Kohlekraftwerke oder für deren CO2 reduzierte Produktion von Strom.

    Es freut mich ausserordentlich Herrn Amstutz im Kreis der Umweltschützer willkommen heissen zu dürfen!

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  2. Bernhard Ackerknecht

    Hallo zusammen!

    Hier spricht Bernhard Ackerknecht aus Winterthur.
    Ihr habt die Chance, an einen Ort zu fahren, wo Geschichte geschrieben wird. Und in 20 Jahren werden die Kinder, die heute geboren werden, erstaunt sein, dass es ihnen möglich ist, ohne Atemprobleme 10 Meter weit zu gehen. Sie werden erfahren, dass damals, 2009, die Weichen dafür gestellt wurden. Die Weichen, dass der Zug die richtige Richtung einschlagen konnte.
    Ja, ihr dürft ruhig darauf anstossen! Seid stolz auf euch, die Kids in 20 Jahren sind es dann auch.

    Ergreift die Gelegenheit beim Schopf! Danke!!!

    Gute Fahrt und hebed eu Sorg!

    Gruss, Bernhard Ackerknecht, Bullingerstrasse 1, 8400 Winterthur

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